„Es gibt eigentlich kaum ein Problem, das auf uns Menschen zukommt, von dem wir ernsthaft glauben können, dass es sich ohne Recht und ohne Juristinnen und Juristen lösen lässt.

Können wir den Klimawandel aufhalten oder seine Auswirkungen mildern, ohne die Mittel des Rechts? Kann die Wirtschaft gedeihen, ohne dass Verträge durchgesetzt werden? Können ohne Recht Bildung und Gesundheit für alle zugänglich sein oder bleiben? Müssen wir nicht damit rechnen, dass die Fortschritte der anderen Wissenschaften, etwa in der Nanotechnologie, in der Humanforschung oder der Robotik, rechtliche Begleitmaßnahmen erfordern? Und sind die Versuche, die Wirtschaft ohne oder gegen das Recht zu stärken oder den Terrorismus ohne oder gegen das Recht zu bekämpfen, nicht kläglich gescheitert?“

Eva Maria Belser

Prof. Dr. iur., Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Freiburg (Schweiz)

 

Was auch immer Sie zu tun beabsichtigen – es hat mit Recht zu tun. Nicht rechtzeitig als Unrecht erkanntes Handeln gefährdet Sie schlimmstenfalls existenziell.

Es war für Handelnde zu keiner Zeit leicht, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Die Schwierigkeit liegt in der Wirkung einer Handlung, in der Rechtsprechung und im Recht selbst. Alle drei Bereiche folgen erst mit gewisser Verzögerung den Handelnden. Möglicherweise ändert sich daraufhin die Rechtslage. Es kann passieren, dass das, was heute Recht ist, morgen Unrecht wird – und umgekehrt. Dabei bildet Unrecht fraglos ein Höchstmaß an Bedrohung.

Wer seinen Wohlstand halten will, muss strafrechtliche Risiken vermeiden und zivilrechtliche minimieren. Sehen Sie hier bei uns, was rechtlich möglich ist und was nicht.

 

Der digitale Wandel verändert den Zugang zum Recht. Virtuell arbeitende Kanzleien, kostenloses Rechts-Know-how im Internet und das Vordringen nichtanwaltlicher Rechtsdienstleister verändern die Rolle der Anwaltschaft.

Was also ist zu tun? Eine höhere Qualifizierung gilt als positiv. Mehr konzeptionelle Assistenz, mehr rechtliche Prävention als Dienstleistung ist angesagt. Geschätzt wird vor allem die Fähigkeit, in tragfähigen Rechtskonstruktionen zu denken. Sorgsam umgesetzt sinkt das Risiko der Mandantinnen und Mandanten vor falschen oder unüberlegten Entscheidungen und ihren wirtschaftlichen Folgen.

So gesehen ist relevanter Wissenserwerb (§ 15 FAO) der wohl wichtigste Schlüssel zum fachanwaltlichen Können.

Dunning-Kruger-Effekt?

Es war für Handelnde zu keiner Zeit leicht, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Die Schwierigkeit liegt in der Wirkung einer Handlung, in der Rechtsprechung und im Recht selbst. Alle drei Bereiche folgen erst mit gewisser Verzögerung den Handelnden. Möglicherweise ändert sich daraufhin die Rechtslage. Gut möglich, dass das, was heute Recht ist, morgen Unrecht wird – und umgekehrt. Dabei bildet Unrecht fraglos ein Höchstmaß an Bedrohung. Nicht rechtzeitig als Unrecht erkanntes Handeln gefährdet Unternehmen schlimmstenfalls existenziell. Es drohen neben Image-, Reputations- und Vermögensschäden auch Strafzahlungen und Umsatzverluste.